Conveners
Slot #3: Der Text+ Data Space
- Marius Hug (BBAW)
- Philippe Genêt (DNB)
Slot #3: Forensische Phonetik
- Isolde Wagner (BKA)
Slot #3: Forensische Linguistik
- Gaby Axer (BKA)
Description
Moderation durch Andreas Witt (IDS Mannheim)
Forensische Linguistik
Dieser Beitrag befasst sich mit der engen Definition Forensischer Linguistik, der Autorenerkennung. Genauer bietet er einen Überblick über die Fragestellungen, die an die Autorenerkennung in der Praxis herangetragen werden, sowie die zu ihrer Beantwortung verwendeten Methoden. Hierbei spielen auch verschiedene Probleme im Kontext von Referenzkorpora zur Einordnung der Typizität von Merkmalen eine Rolle, so etwa die fehlende Abdeckung bestimmter Textsorten oder die schwere Auffindbarkeit durch fehlende zentrale Anlaufstellen, in denen alle relevanten Korpora verzeichnet sind. Die aus der Praxis resultierenden Anforderungen an Korpora werden anhand von Fallbeispielen dargestellt und sollen als Anregung für zukünftige Projekte dienen. Exemplarisch wird ein laufendes Forschungsprojekt zur Erstellung eines deutschsprachigen Instantmessaging-Korpus – und dessen Herausforderungen – vorgestellt. Ebenso werden datenschutzrechtliche Aspekte thematisiert, die bspw. die Nutzung von Forschungsdaten zur Fallarbeit (und umgekehrt) beeinflussen.
Forensische Phonetik
Der Vortrag gibt einen Einblick in die Welt der Forensischen Phonetik. Nach einer kurzen Einführung in wesentliche Untersuchungsmethoden werden die Herausforderungen für Forschung und Datenmanagement in diesem Bereich erläutert. Für die Weiterentwicklung von Forschung und Praxis sind vor allem solche Korpusdaten wichtig, in denen forensische Aspekte berücksichtigt werden, wie z. B. Telefonkommunikation, Sprachnachrichten, unterschiedliche Emotionen, Sprechstile oder bestimmte Fremdsprachen. Dies wird anhand einzelner Beispiele gezeigt. In einer anschließenden Diskussion sollen die Möglichkeiten einer zukünftigen wissenschaftlichen Zusammenarbeit im Rahmen von Text+ erörtert werden.
Der Text+ Data Space
Das NFDI-Konsortium Text+ bündelt Expertise in allen Aspekten text- und sprachbasierter Forschungsdaten. Dabei wird die Infrastruktur für die Aufnahme entsprechender Forschungsdaten aus der Community von dem breiten Angebot eigener einschlägiger Sammlungen und Korpora komplementiert, die Text+ über die beteiligten Einrichtungen zur Nachnutzung bereitstellt.
Der Vortrag gibt einen Einblick in das aktuelle Forschungsdaten-Portfolio mit Schwerpunkt Ressourcenkatalog (Registry) und Volltextsuche (FCS). Anhand einiger Tiefenbohrungen wird das Potential im Zusammenspiel der beiden Text+ Services näher beleuchtet. Im Zentrum stehen zwei Leitfragen: (Wie) finde ich relevante Forschungsdaten für mein Projekt im Text+ Data Space? (Wie) kann ich meine eigenen Daten nachhaltig in der Infrastruktur sichern und zur Nachnutzung bereitstellen?