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Description
Die nachhaltige Überführung von in Drittmittelprojekten entwickelter Open-Source-Software in dauerhaft betriebene Dienste stellt Forschungseinrichtungen vor technische und organisatorische Herausforderungen. Der Vortrag nähert sich dieser Frage anhand zweier Werkzeuge des Forschungsdatenmanagements, die sich an gegensätzlichen Punkten ihres Lebenszyklus befinden und dadurch komplementäre Einblicke erlauben.
RDMO (Research Data Management Organiser) hat die Transformation von der DFG-geförderten Projektsoftware (2015-2020) zur etablierten DMP-Lösung im deutschsprachigen Raum erfolgreich vollzogen. Rund 60 Einrichtungen betreiben heute RDMO-Instanzen, die Software bildet die Grundlage des NFDI-Basisdiensts DMP4NFDI und 2024 wurde ein Trägerverein gegründet, der die Community formalisiert und die langfristige Weiterentwicklung absichert. DBRepo, ein Repository für relationale Forschungsdatenbanken mit Ursprung an der TU Wien, das aktuell im Rahmen eines DFG-Projekts an der ULB Darmstadt für den Einsatz in Deutschland weiterentwickelt wird, steht dagegen exemplarisch für die frühe Aufbauphase und damit für dieselben Fragen in umgekehrter Perspektive: Welche Weichen müssen jetzt gestellt werden, damit sich eine Nutzungs- und Entwicklungscommunity bilden kann? Wie lässt sich ein Software-as-a-Service-Angebot gezielt aufbauen? Und was lässt sich aus der RDMO-Erfahrung übertragen?
Im Mittelpunkt steht die Frage, wie sich projektförmig entstandene Werkzeuge in skalierbare SaaS-Angebote überführen lassen. Der Beitrag beleuchtet hierfür zentrale Voraussetzungen wie Governance, Betriebsmodell und Community-Aufbau. Am Beispiel der Genese und Verstetigung von RDMO wird aufgezeigt, welche Maßnahmen für DBRepo in der aktuellen Aufbauphase relevant sein können, um eine tragfähige Nutzungs- und Entwicklungscommunity sowie verlässliche Betriebsstrukturen zu etablieren.