Vortrags- und Diskussionsreihe "Show & Tell – Social-Media-Daten in der Forschungspraxis"

Datenzugang für die Forschung im Digital Services Act – neue Chancen, neue Herausforderungen

Mit dem Digital Services Act (DSA) schafft die EU erstmals einen verbindlichen Rechtsrahmen für den Zugang zu Daten von großen Online-Plattformen für die wissenschaftliche Forschung. Dabei sind jedoch sehr konkrete Rahmenbedingungen vorgesehen, sowohl thematisch als auch organisatorisch. Für Forschende, die digitale Plattformen untersuchen oder künftig Datenerhebungen in diesem Bereich planen, eröffnet das neue Möglichkeiten, wirft aber insbesondere auch neue rechtliche, technische und logistische Fragen auf.

In einer dreiteiligen Reihe beleuchten wir, was der DSA für den Forschungszugang konkret bedeutet: Welche Datenzugänge sind vorgesehen? Für wen stellt der DSA tatsächlich eine Option beim Zugang zu Social-Media-Daten dar? Wie können Forschende Anträge stellen? Auf welche Herausforderungen stoßen Forschende bei den ersten Versuchen, über den DSA Social Media Daten zu erhalten?

Die Sessions richten sich an Forschende, die mit Plattformdaten arbeiten oder sich auf künftige Datenerhebungen vorbereiten möchten, und geben Raum für Fragen und Diskussionen.

Die Sessions

In der ersten Session am 7.11.2025 werden die Grundlagen des Artikel 40 im Digital Services Act vorgestellt (Vortrag von Jakob Ohme – „Brave New Data Access World: What the Digital Services Act (DSA) Means for Researcher Access to Digital Platforms“)

In der zweiten Session am 16.1.2026 liegt der Schwerpunkt auf dem Zugang zu nicht öffentlichen Daten gemäß Artikel 40(4) des Digital Services Act. (Vortrag von Julian Jaursch – „Anträge über das DSA-Datenzugangsportal der EU: Eine Einführung“.)

In der dritten Session am 20.3.2026 geht es dann um den Zugang zu öffentlichen Daten gemäß Artikel 40(12). (Vortrag von Leticia Bode und Peter Chapman – "Better Access: A Framework for Accessing High-Influence Public Platform Data")

Die dreiteilige Serie zum DSA wird kuratiert und moderiert von Katrin Weller, Yannik Peters und Johannes Gruber (GESIS – Leibniz Institut für Sozialwissenschaften).

Die Veranstaltungsreihe

Der Arbeitskreis 'Social-Media-Daten in der NFDI', eine Initiative von Text+ gemeinsam mit BERD@NFDI, KonsortSWD und NFDI4Culture im Rahmen der Nationalen Forschungsdateninfrastruktur, veranstaltet seit Anfang 2022 die Vortrags- und Diskussionsreihe "Show & Tell – Social Media-Daten in der Forschungspraxis".

Die Reihe widmet sich in je einer anderthalbstündigen Zoom-Session den Tools im Feld der Social Media-Forschung und beleuchtet Best Practices ausgewählter Projekte. Im Fokus stehen neben pragmatischen Lösungen und technischen Möglichkeiten (Schnittstellen, Repositorien, Metadatenstandards, Interoperabilität ...) auch ethische und rechtliche Herausforderungen (z.B. Persönlichkeits- und Urheberrechte, Digital Services Act etc.) im nachhaltigen, sicheren und kritische Umgang mit diesen Daten (Code and Data Literacy, FAIR & CARE Prinzipien). Nicht zuletzt möchten wir dazu einladen, interdisziplinäre Forschungsansätze und Lehrmethoden zu diskutieren, die tradierte wie fachspezifische Rahmen und Werkzeuge strapazieren.

Eine Kooperation von

BERD@NFDI – NFDI Consortium for Business, Economic and Related Data
KonsortSWD – Konsortium für die Sozial-, Verhaltens-, Bildungs- und Wirtschaftswissenschaften
NFDI4Culture – Konsortium für Forschungsdaten materieller und immaterieller Kulturgüter
Text+ – Konsortium für text- und sprachbasierte Forschungsdaten

Informiert bleiben und mitmachen

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Sollten Sie Interesse haben, Ihr Projekt, Repositorium oder Forschungsvorhaben zu präsentieren und zu diskutieren, melden Sie sich bitte mit einem kurzen Beitragsvorschlag (Titel, Links und kurzes Abstract von drei bis vier Zeilen).

Koordination: p.genet (at) dnb.de